Elfins Welt - Die Mischung machts


Mittwoch, 29. Dezember 2010

Einen "guten Rutsch"


Neujahr bei Pastors



Mama schöpft aus dem Punschgefäße,
Der Vater lüftet das Gesäße
Und spricht: "Jetzt sind es vier Minuten
Nur mehr bis zwölfe, meine Guten.

Ich weiß, dass ihr mit mir empfindet,
Wie dieses alte Jahr entschwindet,
Und daß ihr Gott in seinen Werken
- Mama, den Punsch noch was verstärken! -


Und dass ihr Gott von Herzen danket,
Auch in der Liebe nimmer wanket,
Weil alles, was uns widerfahren
- Mama, nicht mit dem Arrak sparen! -


Weil, was geschah, und was geschehen,
Ob wir es freilich nicht verstehen,
Doch weise war, durch seine Gnade
- Mama, er schmeckt noch immer fade! -


In diesem Sinne meine Guten,
Es sind jetzt bloß mehr zwei Minuten,
In diesem gläubig frommen Sinne
- Gieß noch mal Rum in die Terrine! -


Wir bitten Gott, dass er uns helfe
Auch ferner - Wie? Es schlägt schon zwölfe?
Dann prosit! Prost an allen Tischen!
- Ich will den Punsch mal selber mischen."


(Ludwig Thoma, 1867-1921)

Da ich z.Zt. wenig am PC bin, schreibe ich heute schon zum Jahresausklang :-)
Ich wünsche Euch allen einen wunderbaren Jahresausklang, mit den besten Wünschen für das neue Jahr!
Also, liebe BlogerInnen, auf in ein neues, kreatives und kommunikatives Superhammerjahr! :-)))))))))))))))

Liebe Grüße an Euch alle!!

Donnerstag, 23. Dezember 2010

Einmal werden wir noch wach......









Dieses Bild habe ich am Dienstagmorgen gemacht. Die stolzen Zapfen hingen an unserem Wintergartenfenster, und man beachte den _Hut_ der Stuhllehne, sehr akkurat _geschnitten_, oder?  :-D


Und nun kommt , welch Überraschung, ein Gedicht  ;-))

Es hatte geschneit, und der Mondschein lag
so silbern auf allem, als sei's heller Tag.
Acht winzige Rentierchen kamen gerannt,
vor einen ganz, ganz kleinen Schlitten gespannt!
Auf dem Bock saß ein Kutscher, so alt und so klein,
daß ich wußte, das kann nur der Nikolaus sein!
Die Rentiere kamen daher wie der Wind,
und der Alte, der pfiff, und er rief: "Geschwind!
Renn, Renner! Tanz, Tänzer! Flieg, fliegende Hitz'!
Hui, Sternschnupp'! Hui, Liebling! Hui, Donner und Blitz!
Die Veranda hinauf, und die Hauswand hinan!
Immer fort mit euch! Fort mit euch! Hui, mein Gespann!"
Wie das Laub, das der Herbststurm die Straßen lang fegt
und, steht was im Weg, in den Himmel hoch trägt,
so trug es den Schlitten auf unser Haus
samt dem Spielzeug und samt dem Sankt Nikolaus!
Kaum war das geschehen, vernahm ich schon schwach
das Stampfen der zierlichen Hufe vom Dach.
Dann wollt' ich die Fensterläden zuzieh'n,
da plumpste der Nikolaus in den Kamin!
Sein Rock war aus Pelzwerk, vom Kopf bis zum Fuß.
Jetzt klebte er freilich voll Asche und Ruß.
Sein Bündel trug Nikolaus huckepack,
so wie die Hausierer bei uns ihren Sack.
Zwei Grübchen, wie lustig! Wie blitzte sein Blick!
Die Bäckchen zartrosa, die Nas' rot und dick!
Der Bart war schneeweiß, und der drollige Mund
sah aus wie gemalt, so klein und halbrund.
Im Munde, da qualmte ein Pfeifenkopf,
und der Rauch, der umwand wie ein Kranz seinen Schopf.
Ich lachte hell, wie er so vor mir stand,
ein rundlicher Zwerg aus dem Elfenland.
Er schaute mich an und schnitt ein Gesicht,
als wollte er sagen: "Nun, fürchte dich nicht!"
Das Spielzeug stopfte er, eifrig und stumm,
in die Strümpfe, war fertig, drehte sich um,
hob den Finger zur Nase, nickte mir zu,
kroch in den Kamin und war fort im Nu!
In den Schlitten sprang er und pfiff dem Gespann,
da flogen sie schon über Tal und Tann.
Doch ich hört' ihn noch rufen, von fern klang es sacht:
"Frohe Weihnachten allen, und allen gut' Nacht!"


T'was the night before Christmas
Clement Clarke Moore
(Übersetzung von Erich Kästner der Englischen Originalversion) 

Liebe Grüße an Euch und frohe Weihnachten! 

Mittwoch, 15. Dezember 2010

Vom Wichteln 1

Erst mal vorweg: Leute, Ihr dürft mir gratulieren, ich hab ein neues Kamerakabel und kann wieder Fottos einstellen ;-))

Nun denn, Wichteln ist das Thema. Macht Ihr das auch? Kennt Ihr das überhaupt? Seit einigen Jahren ist das ja schon fast Pflicht, so vor Weihnachten. Wir machen es, z.B. unter uns Geschwistern (ich habe noch 4 Geschwister),  komplett mit Anhang. So entgehen wir dem direkten Heiligabendgeschenke- und Gegenseitigbesuchestress, treffen uns in gemütlich großer Runde und haben jedes Jahr Spaß. Das Limit für die (gekauften) Wichteleien liegt bei fünf Euronen (die Kids 2,50€, wegen Taschengeldschonung ;-) ) und sollte nicht zu schrottig sein, ist ja schließlich kein ugly Julklapp :-). 
Meine Wichtelei war dieses Jahr selbstgemacht. Vier bunte Tischsets gingen über den Tisch :-D. Sie erfreuten sich großer Beliebtheit. 
Leider stellt sich das Foto immer hochkant *hmpf*! Es sind 3x4 Quadrate (10 cm), diese wurden direkt aneinandergenäht, bekamen eine pilzige Umrandung und wurden mit Farbverlaufsgarn umzickzackt :-)) Die Rückseite ist bei allen gleich und kann auch als Vorderseite benutzt werden, falls man (oder frau) es ruhiger braucht :-).

Klickt es groß und größer :-)

 

Einmal näher dran gefällig?



Ich habe übrigens zwei süße Schweinchen erwichtelt, ein weißes namens Salz, ein schwarzes namens Pfeffer ;-D

Natürlich gibts auch ein Gedicht:

Das Wintermärchen

Seit Tagen hat es nun geschneit,
bitter kalt ist's weit und breit.
Vom Dach hängen die Eiszapfen,
im Schnee die Kinder fröhlich stapfen.
Der kleine See ist endlich zugefroren,
ein Schlittschuhläufer hat ihn für sich auserkoren.
Am kleinen Hang, sieh gleich dort drüben
ist ein Skiläufer am Üben.
Von den Bäumen leise fällt der Schnee,
nach Futter sucht ein scheues Reh.
Wie im Märchen uns dieser Tag erscheinen mag,
dieser eiskalte, wunderschöne Wintertag.

Elise Hennek

Liebe Grüße an Euch!

Dienstag, 14. Dezember 2010

Wechselsterne

Nun, da ich z:Zt. keine neuen Bilder zeigen kann, nehme ich meinen Wechselstern.  Ihr denkt, dass Foto gabs schon einmal? Dann scrollt weiter runter und vergleicht :-))


Es gibt so wunderweiße Nächte



Es gibt so wunderweiße Nächte,
drin alle Dinge Silber sind.
Da schimmert mancher Stern so lind,
als ob er fromme Hirten brächte
zu einem neuen Jesuskind.

Weit wie mit dichtem Diamantstaube
bestreut, erscheinen Flur und Flut,
und in die Herzen, traumgemut,
steigt ein kapellenloser Glaube,
der leise seine Wunder tut.

Rainer Maria Rilke

Liebe Grüße an Euch!

Montag, 13. Dezember 2010

Advent


Vom Himmel in die tiefsten Klüfte
ein milder Stern herniederlacht.

Vom Tannenwalde steigen Düfte
und hauchen durch die Winterlüfte,
und kerzenhelle wird die Nacht.
Mir ist das Herz so froh erschrocken.
Das ist die liebe Weihnachtszeit.
Ich höre ferner Kirchenglocken
mich lieblich heimatlich verlocken
in märchenstille Herrlichkeit.
Ein frommer Zauber hält mich wieder,
anbetend, staunend muss ich stehn.
Es sinkt auf meine Augenlider
ein goldner Kindertraum hernieder:
Ich fühls, ein Wunder ist geschehn!


von Theodor Storm

Mein Kamerakabel scheint hinüber zu sein, daher heute nur ein Gedicht. Ich hoffe, Ihr hattet alle eine schönes Wochenende!
Liebe Grüße an Euch :-))

Donnerstag, 9. Dezember 2010

Raureif vor Weihnachten

Das Christkind ist durch den Wald gegangen,
Sein Schleier blieb an den Zweigen hangen,
Da fror er fest in der Winterluft
Und glänzt heut' morgen wie lauter Duft.

Ich gehe still durch des Christkind's Garten,
Im Herzen regt sich ein süß Erwarten:
Ist schon die Erde so reich bedacht,
Was hat es mir da erst mitgebracht?

von Anna Ritter



 

Ich habe in der Sofaquilter-Group einen Swap veranstaltet, Abgabetermin war der 30. Nov.. Wir waren insgesamt 16 Frauen, einige Frauen aus meiner Patchworkgruppe haben auch mitgemacht. Getauscht wurden handgenähte Falties (japanische Falttechnik). Ein Set bestand aus sechs Falties, eines behält man selber, fünf schickt man der Swapmom, also mir :-). Hach war das schön, als die ganze weiche Post eintraf! :-D  
Dann gings ans Tauschen, das war eine schöne Arbeit. Am Ende habe ich alle fertigen Umschläge zur Post gebracht. Alle Teilnehmer waren laut Rückmeldung sehr zufrieden mit dem Tauschergebnis. Mir hat es Spaß gemacht! Auf dem Bild seht Ihr die ausgebreiteten Sets vor dem Tauschen.



Liebe Grüße an Euch!

Montag, 6. Dezember 2010

Seid Ihr alle brav gewesen?

Advent

Stille, Besinnung,
Gedankentiefe,
Dir ganz nahe sein,


Dein Licht aufgehen
und wirken lassen.
Wärme und Hoffnung
machen sich breit.


von Annegret Kronenberg

Gestern konnte ich leider kein Post senden, mein Laptop wollte die Kamera nicht erkennen :-(  Dafür gibts heute nachträglich zum 2. Advent ein Gedicht und Bild. Ich hoffe, Ihr hattet alle einen schönen Adventssonntag!

Nun kommen wir zum heutigen, besonderen Tag: seid ihr alle brav gewesen? Habt Ihr alle die Stiefel geputzt und rausgestellt? ;-))
Ich wünsche Euch einen schönen Nikolaustag!

Bald kommt der Nikolaus

Im Winter, wenn es stürmt und schneit
Und's Weihnachtsfest ist nicht mehr weit,
Da kommt weit her aus dunklem Tann
Der liebe, gute Weihnachtsmann.
Knecht Ruprecht wird er auch benannt,
Ist allen Kindern wohlbekannt.
Er kommt mit einem großen Schlitten
Grad aus des tiefen Waldes Mitten.
In seinem Sack sind gute Sachen,
Die braven Kindern Freude machen.
Doch auch die Rute ist zur Hand

Für Kinder, die als bös bekannt.
Das mag wohl früher so gewesen sein;
Heut' gibt's nur brave Kinderlein.
Die sagen schnell ihr Sprüchlein auf,
Knecht Ruprecht macht den Sack dann auf.
Und Äpfel, Nüsse, Pfefferkuchen
Darf gleich das liebe Kind versuchen.
Knecht Ruprecht aber fährt geschwind
Davon zum nächsten art'gen Kind.

Dichter unbekannt

Liebe Grüße an Euch!

Freitag, 3. Dezember 2010

Es duftet im Himmel

Auf münsterl. Platt:

Kiek äs, wat is den Hemmel so rood,
dat bünt de Engelkes, de backt daor Brood.
De backt den Wienachtsmann sien Stuten,
föör all de kläinen Leckerschnuuten.







Schaut mal, wie ist der Himmel so rot,
das sind die Englein, die backen dort Brot.
Sie backen dem Weihnachtsmann seinen Stuten,
für all die kleinen Leckerschnuten.

Der Engel ist maschinen - genäht - appliziert -und gequiltet. Hat viel Spaß gemacht!



Liebe Grüße an Euch!





Donnerstag, 2. Dezember 2010

Flocken


Es treibt der Wind im Winterwalde

die Flockenherde wie ein Hirt

und manche Tanne ahnt wie balde

sie fromm und lichterheilig wird;

und lauscht hinaus. Den weißen Wegen

streckt sie die Zweige hin - bereit

und wehrt dem Wind und wächst entgegen

der einen Nacht der Herrlichkeit.





 Rainer Maria Rilke***(1875-1926) 






Mittwoch, 1. Dezember 2010

Die Adventszeit beginnt


 Ist sie nicht ein herrliches Unika(r)t?! Und es war ein tigerlich schöner Reim hinten drauf, verfasst vom Tiger selber, natürlich :-))   Liebe Rita, ich danke Dir von Herzen! Die Karte hängt nun an meinem weihnachtlichen Kartenband, sie war die Erste :-))

Hier seht Ihr ein kleines Adventsschmankerl:



                                                 

               Lied im Advent

  Immer ein Lichtlein mehr
  im Kranz, den wir gewunden                                                        
  dass er leuchte uns so sehr
  durch die dunklen Stunden.

  Zwei und drei und dann vier!
  Rund um den Kranz welch ein Schimmer,
  und so leuchten auch wir,
  und so leuchtet das Zimmer.

  Und so leuchtet die Welt
  langsam der Weihnacht entgegen.
  Und der in den Händen sie hält,
  weiß um den Segen!

  von Matthias Claudius  

                                                        

Liebe Grüße an Euch da draußen!