Elfins Welt - Die Mischung machts


Samstag, 30. Januar 2010

Morsbags

So, hier seht Ihr nun, was aus einem meiner neuen Stöffchen geworden ist, ein Einkaufsbeutel. Doch nicht nur irgendein Einkaufsbeutel, nein, dieser hat einen Namen: Morsbag. Warum er so heißt? Weil ich durch Claire Morsman inspiriert wurde ihn zu nähen.

In dem neuen Patchwork-und Quiltjournal steht ein kurzer Artikel zu der Idee nebst Nähanleitung. Claire Morsman fand eines Tages bei einem Strandspaziergang einen toten Vogel, dessen Füße sich in einer Plastiktasche verfangen hat und der dadurch elend verendete. Von da an beschloss sie, nie mehr eine Plastiktasche zu benutzen und nähte vorerst für sich und ihre Familie einige Stofftaschen. Dann verschenkte sie auch welche an Freundinnen, die waren begeistert, und Claire nahm sich vor, innerhalb eines Jahres 1000 Stück zu nähen und zu verschenken. Es gelang ihr! Sie organisierte Workshops, wo sie die Stoffe gratis zur Verfügung stellte, um die Idee weiter zu tragen. 

Mittlerweile gibt es eine Homepage, www.morsbag.com,  mit einem Label zum downloaden und die Möglichkeit, seine Morsbags dort zu melden. Inzwischen wurden über 50.000 Taschen dort gemeldet.

Übrigens, jede Minute! gehen weltweit 1.000.000 Plastiktaschen in Gebrauch und landen dann im Müll. Viele Tiere an Land verfangen sich im Plastik und verenden qualvoll, Schildkröten verwechseln Plastiktüten mit Quallen, fressen sie und sterben daran. Im Magen von Fischen und Walen wurden große Mengen Plastik gefunden. Das sind doch zusammen mit dem Umweltschutzgedanken gute Gründe Morsbags zu nähen und zu verschenken, oder? Eine halbe Stunde Zeit? Schnell eine Morsbag nähen :-))  Für den nächsten Besuch bei der Freundin, Mutter, Schwiegermutter.....kommt bestimmt gut an und es macht wirklich Spaß!  :-) 

Quelle: Patchwork-und Quiltjournal


So, und dann seht Ihr unser gestriges Abendessen. Das sind russische Oladjis an karamellisierter roter Beete auf Salatbett, boah, war das lecker! 


Euch allen einen schönen Samstag mit herzlichen Grüßen!

Freitag, 29. Januar 2010

Allerlei

Ich habe mir neue Stöffchen gegönnt, schaut doch mal wie hübsch, oder?

Und nun alle nochmal ewas näher:






So, und ich habe mich mal schlau gemacht über den Wasserfrosch.

Wikipedia quakt..äh..schreibt:  

Der Wasserfrosch ist eine unserer häufigsten und anpassungsfähigsten Amphibienarten. Im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft kommt er an fast allen Süßgewässern vor. Selbst in Brackgewässern kann man ihn regelmäßig quaken hören, das ist für unsere Frösche einzigartig. Früher wurde er sogar als "Rana maritima", der Meeresfrosch, beschrieben. In der Ostsee und den Bodden kommt er trotz allem nicht vor.

In Europa leben drei Arten von grünen Fröschen; alle sind eng an das Wasser gebunden. In Spanien gibt es den kleinen Grünfrosch, in Osteuropa den Seefrosch und in Mitteleuropa den Wasserfrosch. Alle diese Frösche sind untereinander fruchtbar, so dass eine klare Abtrennung oft nicht möglich ist. Offenbar haben die Arten sich während der Eiszeit aufgespalten, als zwischen Südwest- und Südosteuropa eine für Frösche Unüberschreitbahre Klimabarriere lag. Immerhin ist soviel sicher: Ein mehr als zwölf Zentimeter langer europäischer Frosch ist immer ein Seefrosch. In der Lebensweise unterscheiden sich die grünen Frösche nicht. Sie überwintern im Wasser, selten auch im ufernahen Boden. Man kann bei ihnen nicht von einem Winterschlaf reden, vielmehr von einem Zustand träger Schläfrigkeit. in dem sie aber immer noch die Flucht ergreifen können. Bei Temperaturen merklich unter null Grad gefrieren ihre Körpersäfte, und es gibt kein Erwachen mehr. Darum kann sich der Wasserfrosch nur in solchen Gewässern halten, die nicht bis auf den Grund zufrieren. Etwa im April werden die Frösche wieder munter, die Männchen beginnen ihre berühmten Quakkonzerte, die sie bis in den Spätsommer hinein abhalten.

Ich hoffe mein Fröschlein hat wieder ins Wasser gefunden, damit er uns ab April bequaken kann.

Für heute liebe Grüße an Euch!

Donnerstag, 28. Januar 2010

Ist er wohl ein Prinz?

Nun schaut doch mal....ist das nicht ein Ding...ähhh...Frosch? Auf unserem restlos zugefrorenem Teich saß er heute Mittag. Er robbte, so gut es ging, von einem bis zum anderen Ende der Eisfläche, (es sah so albern aus, ehrlich, *kicher*). Jedoch fand er nirgends Einlass  :-(    Also verkroch er sich irgendwann unter einer Pflanze, der Arme.  Ob er wohl überlebt? Brauchen Frösche auch im Winter Wasser? Ich weiß das gar nicht, muss mal googeln.

Ich dachte, ich stelle hin und wieder mal Bilder von unseren leckeren Tellergerichten ein. Seit wir unsere TCM-Woche ( Zur Erinnerung: TCM heißt Traditionell Chineseische Medizin) im Bayerischen Wald gemacht haben, hat sich ernährungsmäßig einiges bei uns geändert. Nicht, dass wir vorher so ungesund gegessen hätten, wir wissen nun schlicht, welche Nahrung speziell für uns gut ist und welche uns nicht so gut bekommt oder nicht gut tut. Die Befunderhebung war sehr interessant und die Beratung spannend, allerdings würde es zu weit gehen, hier alles zu erzählen, da es sehr umfassend ist. Das Besondere daran, es ist nichts Abgehobenes, sondern einfache, gutschmeckende Mahlzeiten aus Gemüse, Getreide und etwas frischem Salat. Leckere Suppen, ab und zu ein schönes Stück Fleisch, voila, und mir geht es richtig gut! Vor allem, da ich nun um die Nahrungsmittel weiß, die  meine Magen-und Darmprobleme zusätzlich belasten. Ich bin wirklich sehr froh darüber!

Hier seht Ihr nun einen Gemüsestrudel aus Dinkelmehl, gefüllt mit Gemüse nach Art des Hauses, heißt: alles was man so da hat ;-)), auf Feldsalatbett mit Paprika und Chicoree. Übrigens, alle bitteren Salate entspannen die Leber, habt Ihr also Stress, lasst das Schnäppschen weg und macht Euch einen guten Salat mit ein paar Blättern Chicoree oder Radiccio oder beidem ;-))


Dieses Leckerli besteht aus gedünsteten Möhren, Zucchini und Chicoree, auf einem Bett von Feldsalat, etwas Ruccola und Radiccio an Sojasternen. Ich koche übrigens fast nur noch mit einem Dampfgarer, der Geschmack ist so viel intensiver und die Zubereitung sehr schonend. Kann ich nur weiterempfehlen.


Dieser Teller sieht nicht sehr appetitlich aus, doch ich kann Euch versichern, dass es wunderbar schmeckte! Ihr seht auf einem Bett aus Feld-Ruccola-und Radicciosalat ein gestampftes Pürree, bestehend aus Kartoffeln, Sellerie, grünen Linsen und etwas Polenta. Gestampft nur mit dem Kochwasser, da Milchprodukte tabu sind. Obenauf ein guter Klecks Tomatenpesto und an den Seiten lecker Tofuwurst mit Senf. Jedes Gericht wird am Ende immer mit Kräutern und Gewürzen abgerundet.  Ich wünsche Euch allen mit herzlichen Grüßen einen schönen Feierabend und ein leckeres Abendessen! 

Eure Elfin

Mittwoch, 13. Januar 2010

Wenn einer eine Reise tut....



Hallo, Ihr Lieben!

Ich bin wieder zu Hause, wie schöööön! Die Woche war einfach nur herrlich, ich habe wirklich viel für mich mitgenommen! Die Rückfahrt allerdings hatte es in sich, ich sage nur: fahren Sie Bahn, bequem und schnell erreichen Sie Ihr Ziel ..... allerdings nur, wenn es nicht gerade schneit oder Frost hat.

Aber von Anfang an:

Nürnberg, Abfahrt 8:04 Uhr, (die Frisur sitzt ;-D ).  Der Zug fährt gegen 7:50 Uhr ein, Elfin steigt frohgemut ins Abteil, verabschiedet sich von Herrn 11, der z.ZT. in Nürnberg arbeitet, und wartet darauf, dass es losgeht. 8:04, es tut sich nix, 8:05, neee, 8:06, na los, fahr schon, 8:07, menno, 8:08, was ist nur los? 8:09, endlich, es geht los! Doch unterwegs stehen wir zwei mal und der Zug fährt so lahm, dass ich nebenher laufen könnte. Ich sehe meinen Anschlusszug in Würzburg vor meinem geistigen Auge davonfahren....... 

Würzburg, Abfahrt eigentlich 9.30 Uhr, (die Frisur sitzt, noch ;-D ), Elfin kommt um 9.36 Uhr in Würzburg an, hetzt mit schwerem Koffer die Treppen runter, ab zum Gleis 6, Treppen wieder rauf, Zug weg! Vor 3 Min. abgefahren, sagt der Schaffner. Drei Minuten? Und da konnte er nicht weitere drei Minuten auf den Anschlußzug aus Nürnberg warten?? Haben doch eh alle Züge Verspätung, da kommts auf die drei Minuten doch nicht an, mein Gott, es handelt sich ja nicht um drei Stunden! Okay, beruhigen und auf den nächsten Zug warten, dauert 1 Std. bis der nächste fährt. Um 10.30 Uhr bekommen wir die Mitteilung, dass der Zug 10 Min. Verspätung hat, dann 20, dann 30, dann 40, dann 50 Min. Ich bin festgefroren, ganz sicher! Wenn der Zug kommt, werde ich mich nicht bewegen können, ich breche bestimmt in der Mitte durch. Vielleicht sollte ich den Herrn neben mir bitten mich mit in den Zug zu nehmen, falls der jemals kommt. Ich stelle mir vor wie er mich hochhebt, steif wie eine Werbefigur klemme ich unter seinem Arm. Der Zug kommt, tatsächlich, er kommt, und ich kann mich doch bewegen. Alle steigen erleichtert ein, ich suche meinen reservierten Platz, finde ihn und muss einen jungen Mann bitten ihn freizugeben. Ich sitze und es ist warm, was will frau mehr! Allmählich weicht die Kälte und ich lege meinen Kopf an die Lehne, schließe die Augen und will ein wenig dösen. Neben mir tut sich was. Ein anderer junger Mann setzt sich neben mich, lächelt mich an, lehnt den Kopf nach hinten und schließt die Augen. Ich rücke mich auch wieder zurecht, lege mir meinen Schal um und schließe ebenfalls meine Augen. Wir kommen in Fulda an. Halten, warten und wieder losfahren. Ich bin entspannt und döse wunderbar vor mich hin. Plötzlich ein furchtbar lautes Geräusch, ein Krachen, irgendwie unter dem Zug. Mein Nachbar und ich fahren erschrocken hoch. Es ist dunkel, ach so, wir sind im Tunnel, dann eine Vollbremsung, huch, entgleisen wir? Der Zug steht, es stinkt nach verbranntem Kunststoff und Gummi. Was ist los? Zack, da geht das Licht im Zug aus, keine Notbeleuchtung, wir stehen im Tunnel, es ist zappenduster!  Stille, dann die ersten Gespräche unter den Leuten, mein Nachbar und ich unterhalten uns auch. Ein Knacken in den Lautsprechern kündet den Zugführer an, er teilt uns mit, dass der Zug von außen untersucht wird. Wir warten. Dann spricht der Zugführer wieder mit uns, erklärt, dass Eisplacken sich vom Zug gelöst haben und unter den Waggons Kabel und Drähte beschädigt sind. Wir können nicht mehr mit diesem Zug fahren. Ein anderer Zug wird parallel zu uns anhalten und wir werden dann über Rettungsstege evakuiert. Ich kann es nicht glauben! Was für ein Tag! Wir sind über 250 Fahrgäste und es gibt drei Rettungsstege. Na dann, fröhliches Warten, wieder mal. Zwei weitere Züge sausen in einem irren Tempo an uns vorbei, ich bin so neidisch, obwohl sie in die falsche Richtung fahren, doch sie fahren! Der dritte Zug ist unser, yippieh! Doch meine Laune sinkt, als ich sehe, dass es kein extra eingesetzter Zug ist, sondern einer, der schon zur Hälfte voll mit Fahrgästen ist. Na, das kann ja was werden.......nach einer weiteren halben Stunde sind die Rettungsstege aufgebaut und wir setzen uns in Bewegung um zu den Stegen zu kommen. Es geht schleppend vorwärts, doch irgendwann habe ich auch diesen klapprigen Eisensteg, dessen Geländer immer einknickte, überquert und bin evakuiert. Nun hieß es sich auf die Suche nach einem Sitzplatz machen. Reservierungen galten nicht mehr, mehr als 250 Menschen wollten sitzen....ich gehe nicht näher darauf ein, was sich da für Abgründe auftaten. Ich kann Euch sagen, Menschen gibt es....tztztz..... irgendwann saß ich tatsächlich in einem Abteil mit tatsächlich netten Menschen, was für eine Wohltat. Mein Kofferarm war gefühlt einen halben Meter länger! 

Nun ging es tatsächlich ohne Probleme bis nach Hannover. Meine ursprünglich Ankunftszeit war 12.34 Uhr. Tatsächlich kam ich um 15.06 Uhr dort an. Im Zug sagte mir ein Schaffner, dass der nächste Zug nach Osnabrück um 15.09 Uhr abfährt, doch der hätte ein paar Min. Verspätung, vielleicht würde ich es noch schaffen, ansonsten hieß es wieder warten. Der Zug stand, die Türen wurden geöffnet und ich hievte mich und meinen Koffer raus. Ich lief, was meine Beine und mein verdammter Kofferarm hergaben und was soll ich Euch sagen, in wirklich allerletzter Minute sprang ich in den Zug! Unglaublich, dachte ich, machte mich auf die Suche nach einem Sitzplatz, (die Frisur hatte schon lange keinen Sitz mehr ;-D),  und rührte mich die nächste 1 1/4 Std. nicht mehr. In Osnabrück angekommen musste ich weitere 40 Min. auf meinen Anschlußzug in mein kleines Heimatörtchen warten. Also ging ich erst einmal einen Tee trinken und dann zum Service-Point, meinen Antrag auf Verspätungsentschädigung stellen. Ab 2 Stunden Verspätung stehen einem 50% Erstattung des Fahrpreises zu, pah, das konnte ich locker überbieten! Um 17.26 Uhr saß ich dann wieder im Zug und um 18.30 Uhr stieg ich an meinem Heimatbahnhof aus. Meine ursprüngliche Ankunftszeit sollte 14. 36 Uhr sein. 4 Stunden Verspätung, ich war fertig mit den Nerven und mit der Bahn! 10,5 Stunden war ich unterwegs gewesen, ich wollte einfach nur in ein Taxi steigen und nach Hause fahren. Leider war kein Taxi da.........

So rief ich eine Freundin an, (es lebe das Handy!), jammerte ihr ins Ohr, dass ich einen Nervenzusammenbruch kriegen würde, wenn ich noch einen einzigen Schritt mit meinem Koffer gehen muss! Ihr Mann kam mich retten.  Und zu Hause angekommen wartete eine Kartoffelsuppe, frisch gekocht von einer weiteren Freundin, es gibt noch Liebe, dachte ich.....und fing an zu weinen :-) 

So, wenn Ihr bis hier durchgehalten habt, kann ich Euch sagen, dass ich mich mittlerweile erholt habe  :-))   Bahnfahren werde ich die nächste Zeit jedoch nicht! Ja, ich weiß, die Bahn kann nix fürs Wetter, doch ich frage mich, wie machen die das in Norwegen, Schweden oder Russland? Da ist doch jedes Jahr so ein Winter und trotzdem fahren die Züge dort anscheinend problemloser. Egal, ich bin glücklich wieder zu Hause und freue mich auf und an meinem Alltag und auf Euch!

Liebe Grüße sendet Euch

Elfin