Elfins Welt - Die Mischung machts


Dienstag, 8. Juni 2010

Ihr Lieben alle! Ich danke Euch von ganzem Herzen für die lieben, mitfühlenden Worte, sei es hier im Blog oder in privaten Mails! Das hat mir viel bedeutet!!

Lea war nicht "einfach nur" ein Hund, sondern Familienmitglied. Jeder in unserer Familie hatte eine besondere Beziehung zu ihr, doch die innigste Verbindung bestand zwischen Lea und mir. Unser jüngster Sohn hat es so ausgedrückt: Mama, Lea war dein Hund, ein Frauchenhund, ihr ward ein Team. Du wirst es schaffen ohne sie zu leben, doch Lea hätte nicht ohne dich leben können.

Lea hat sich uns ausgesucht, das werde ich nie vergessen. Wir kamen bei der Familie auf den Hof und plötzlich schoß ein Rudel von sechs weißen Wollknäulen um die Ecke und alle blieben bei unserem Anblick abrupt stehen. Fünf der Welpen drehten sich um und stoben wieder davon. Ein Welpe jedoch nahm erneut Anlauf, kam auf mich zu und schmiß sich auf meine Füße, drehte sich dann auf den Rücken und strampelte mit seinen Beinen, als wollte er sagen 'nun nimm mich schon hoch'. Die Hundebesitzerin tauchte auf und rief: "Na, das ist ja erstaunlich, die Kleine ist sonst die Erste die weg war wenn Leute kamen. Nun ist sie als Einzige noch über, als wenn sies wüsste." Für mich war es sowieso schon Liebe auf den ersten Blick, doch nach der Aussage war mir alles klar. Lea kam zu uns und ich habe es in den zwölf Jahren, die sie bei uns war, nicht einen einzigen Tag bereut!

Ihr ganzes Wesen war auf Liebe ausgelegt, sie wollte uns und allen anderen nur gefallen, Freude machen, ohne dabei charakterlos zu sein. Im Gegenteil,  die Tierärztin hat oft gesagt, dass sie ein ausgezeichneter Begleithund für kranke Menschen geworden wäre. Das kann ich nur bestätigen. Ging es mir schlecht, wich sie kaum von meiner Seite.  Sie fehlt mir wirklich sehr................

Da sie zu meinem Alltag gehörte und ihn mitbestimmt hat, tun sich hier Lücken auf, die (noch) schwer auszuhalten sind. Wie sagt man so schön: es sind die kleinen Dinge im Alltag, die oft am schlimmsten schmerzen, wohl wahr. Ich weiß, sie war alt und krank,  trotzdem kam es so plötzlich. Am Tag vorher hat sie noch auf der Wiese mit einem Jack-Russel-Welpen gespielt und sich genüßlich auf dem Rücken gewälzt .  Kein Gedanke, dass sie am nächsten Abend im Sterben liegt.

Nun ist sie eingeäschert und hat  hier  in einem wunderbaren Rosengarten auf einem Streubeet ihre letzte Ruhestätte. Bald werden wir wieder dort hinfahren und im Beet ein Erinnerungszeichen ablegen.


Einen lieben Gruß!

Elfin

1 Kommentar:

  1. Liebe Sabine,

    bin schon wieder am Schniefen ... ach, das ist soooo traurig, man versteht Dich sehr gut, auch aus der Ferne.
    Du darfst auf der anderen Seite auch unheimlich froh sein, daß Du Lea so lange an Deiner Seite haben durftest, und sie hatte ein schönes Leben bei ihren lieben Menschen. Lasse Deine Trauer ruhig zu und vor Allem, lasse Dir Zeit für sie!

    Ganz liebe Grüße wieder,
    Rita

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