Elfins Welt - Die Mischung machts


Mittwoch, 8. Juli 2009

Es summte....


...wie verrückt bei uns! Wir hatten ein Wespennest, direkt  an der Haustür. Also bestellten wir uns einen Profi, damit er uns beraten konnte. Wir erfuhren, dass es sich um die Sächsische Wespe handelt, die nicht zu der aggressiveren Art gehört, natürlich können sie stechen wie jede andere Wespe, doch sie sind nicht so schnell gereizt. Insgesamt gibt es in Deutschland acht Wespenarten, zwei davon sind wohl gefährlicher als die anderen. Unser Nest war noch in den Anfängen und wäre im Endmaß ca. so groß wie ein Fussball gewesen. Zu groß für diese Stelle. Schließlich ist es unser Hauseingang und alle gehen ein und aus. Zusätzlich ist bei der Größe meines Mannes, stolze 1,98, dann doch die Gefahr gegeben, dass die Wespen ihn als Bedrohung hätten empfinden können. Denn das Endmaß des Nestes und der Kopf meines Mannes wären dann fast auf Augenhöhe gewesen und er wäre für die Wespen eindeutig zu dicht dran am Geschehen. Also haben wir es umsiedeln lassen. Der "Wespensammler" kam gegen 23Uhr, als es dunkel genug war, da die Wespen dann deutlich ruhiger waren, in voller Montur und holte das Nest herunter und verstaute es vorsichtig in einen Kasten. Dann fing er noch die aufgeregt ausgeflogenen Wespen ein, soviel wie er halt kriegen konnte. Nach einer dreiviertel Stunde war er dann wieder weg. Das Nest muss mind. 8-10km weit entfernt neu angesiedelt werden, da sonst die Wespen zurückkämen, um gleich wieder an der Stelle neu zu bauen, denn schließlich hat die Königin diesen Platz als "am Besten" befunden. Wirklich eine spannende Sache und so ein Wespen-oder Bienennest ist ja ein wahres Kunstwerk!

Am nächsten Morgen sahen wir dann so ca. 5-6 Wespen, die an der leeren Stelle hockten, das war ein wenig traurig. Nach 2 Tagen waren sie dann nicht mehr da.  

Zu "unserer" Wespenart: es ist eine frühe Wespenart, die spätestens Anfang/Mitte August das Nest komplett verlassen hat. Die befruchteten Weibchen (zukünftige Königinnen) werden direkt nach der Befruchtung ausgestoßen, der Rest des Stammes stirbt komplett aus und es besteht nicht die Gefahr, dass im nächsten Jahr an derselben Stelle wieder gebaut wird. Das Nest fällt dann irgendwann in sich zusammen.

Herzliche Grüße an Euch alle!

Kommentare:

  1. Dazu kann ich erzählen, dass wir von diesen Freunden drei Jahre lang belagert wurden. Sie hatten sich unter den Dachpfannen unseres Wohnhauses eingenistet.
    Auch haben sie sich bis in die obige Diele vorgebohrt.
    Der Wespenbeauftragte wollte nichts unternehmen, wir sollten das aussitzen.
    Das Loch in der Diele hatten wir dann verklebt und so konnte die Bande nicht mehr ins Haus.
    In diesem Jahr nun haben sie es vorgezogen,
    im Fahrradschuppen anzusiedeln,

    uns ist es Recht ;-))

    liebe Grüße
    Bien :-))

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  2. Ui, liebes Bien, das ist ja ein strenger Wespenbeauftragter! Unser Experte fand das in Ordnung, dass wir uns nach einer Woche Überlegen fürs Umsiedeln entschlossen haben.
    Unterm Dach haben wir auch ein Nest, allerdings schon mehrere Jahre, doch dort stört es nicht und sie sind auch noch nirgends durchgebrochen :-)
    Lieb Grüße!

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  3. Liebe Elfin,

    ja, so ein Bau ist ein wahres Kunstwerk. Ich sah es zum ersten Mal im Zoo und hatte es damals auch geblogt als Rätsel. Freunde von uns haben auch im Moment Probleme damit und den Spezialisten bestellt. Nur weiß ich noch nicht, wie's ausging.

    Aber erst mal liebe Tigergrüße und schönen Abend noch!

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  4. OH das ist eine spannende Geschichte mit den Wespen. Mir wärs aber auch nicht wohl gewesen mit den Tierchen vor der Haustür, eine weise Entscheidung sie versetzen zu lassen.
    LG
    KATRIN W.

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  5. Ich danke Euch fürs Herkommen und Schreiben!

    Liebe Grüße!

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